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Tethering | Foto 2018 © Gustav Sommer

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Tethering in Lightroom

Bild von der Kamera direkt in Lightroom übertragen

Beim Tethered Shooting lassen sich Fotos direkt nach der Aufnahme auf den PC übertragen. Außerdem kann die Kamera von dort gesteuert werden. Und als drittes haben wir auf dem Rechner-Bildschirm ein größeres, aussagefähigeres Liveview-Bild. Der Workflow vereinfacht sich und man/frau kann eine Menge Zeit sparen. 

Sony Alpha 6500 (ILCE 6500)

Für meine Sony bevorzuge ich im Studio das Tethering. Das bedeutet, dass ich die Kamera direkt an den Computer/Laptop anschließe. Das hat mehrere Vorteile: mehr Speicherplatz im Rechner, wesentlich größerer Bildschirm zur Bildkontrolle, bessere Tools zum Überprüfen, der separate Einlesevorgang entfällt etc.

Was brauchen wir für ein Tethered Shooting?

Kamera, Rechner mit entsprechender Software, robustes Tethering Kabel passend zur Kamera, Zugentlastung zum Beispiel in Form eines Schnellspanners für’s Kamera-Stativ.

Welche Einstellungen sind nötig?

In der Sony Alpha ist unter Menüpunkt 1/4/7 USB-Connection die Einstellung PC-Remote notwendig.

Neben Lightroom wird für Sony-Kameras die Software (früher Remote Camera Control) und aktuell Imaging Edge (Remote/Viewer/Edit) nebst einigen Einstellungen benötigt.

Nach dem runter laden und Installieren vom Imaging Edge wird die Kamera mit einem geeigneten USB-Kabel über eine dringend empfohlene Zugentlastung mit dem Laptop oder PC verbunden.

Ab jetzt sind gemäß Bild 3 die drei Programme Remote, Viewer und Edit auf dem Desktop zu finden. Die Kamera kann nun via Remote ferngesteuert werden und liefert ein Liveview-Bild auf dem Rechner-Bildschirm (siehe Bild 6). Vor dem ersten Schuss ist gemäß Bild 4 und Bild 5 ein Ziel-Ordner (zum Beispiel In_Tetherig) einzustellen. In diesem Ordner werden die Bilder der Kamera automatisch gespeichert.

Nach jedem neuen Bild ist im Programm Viewer das Bild (kurz) zu sehen. Mein von mir angelegter Ordner In_Tetherig wird von Lightroom überwacht. Hierzu sind in Lightroom unter Datei\Automatisch importieren\Einstellungen für den automatischen Import… folgende Einstellungen gemäß Bild 8 und 9 nötig: 

Als Zielordner habe ich \Out_Tetherig festgelgt. Hier liegen dann die vorentwickelten und manchmal während des Shootings geringfügig bearbeiteten Bilder. Auch der Lightroom Shootingkatalog ist hier (siehe Bild 10) in einer meiner Studio Shooting Wolke zu finden.

Vorgaben, Vorentwicklung

Meine Grundentwicklungseinstellungen habe ich in Lightroom unter Vorgaben  zum Beispiel unter StudioShootingX gespeichert und zusätzlich gemäß Bild 9 in den Einstellungen für den automatischen Import hinterlegt.

GGf. passe ich hier nach einem ersten Probebild mit Graukarte den Weissabgleich und andere Parameter den Grundeinstellungen, die Gradationskurve, HSL, Teiltonung, Details, Objektivkorrekturen oder Kalibrierung an und date die Vorgabe StudioShootingX für dieses Shooting damit ab.

Dazu wähle ich in diesem Beispiel den Eintrag StudioShootingX mit der rechten Maustaste an und im dann erscheinenden Kontextmenü wähle ich „Mit den aktuellen Einstellungen aktualisieren„. Nun werden die nächsten Bilder des Shootings sofort mit den geänderten Vorgaben, wie dem korrektem Weißabgleich etc. direkt in Lightroom angezeigt.

Wird das Lightsetup oder das Objektiv geändert, passe ich erneut die Vorgaben im Lightroom Entwicklungsmodul an.

Endgültige Bearbeitung

Nach dem Shooting mit dem Laptop im Studio importiere ich am heimischen Desktop-PC den Shootingskatalog und damit auch die Bilder aus der Wolke in die heimische Infrastruktur. Dort findet die Katalogisierung und endgültige Bearbeitung sowie die automatisierte Datensicherung statt.

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