Foto Gustav
Candlelight, Model Juliette Desens | Foto 2019 Gustav Sommer
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Workshop LowKey mit Frank Eckgold und Wolfgang Fricke

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An einem Samstag Ende März 2019 sitze ich im Auto und durchquere das Ruhrgebiet rund 40 km von Nord nach Süd. Da die Verkehrsinfrastrukturen im Ruhrgebiet sich hauptsächlich in Ost-West-Richtung orientieren, muss ich vom Niederrhein aus das Auto nehmen, um nach gut einer Stunde an zu kommen. Zuerst über die A3, dann schlängele ich mich alsbald durch die Innenstädte von Oberhausen und Mülheim, quere die A40 und Folge der Ruhr bis ich schließlich im Süden von Essen bin. Mein Ziel ist das kleine – aber bestens ausgestattetes – Fotostudio von Wolfgang Fricke in Essen-Kettwig. Hier finden einige Kurse & Workshops des Dortmunder Fotografen Frank Eckgold statt, die schon längere Zeit auf meiner Wunschliste stehen. Auf Frank bin ich über seine praxistauglichen Ratgeber und seine Online-Fotoschule aufmerksam geworden. Ich bin gespannt ihn und seinen „Buddy“ Wolfgang heute persönlich kennen zulernen.

Kurz nach 11 Uhr starten wir gemeinsam im Garten in entspannter Runde: zweit Trainer, zwei Teilnehmer. Damit ist zwar der Workshop nicht voll belegt. Das ist leider sub-optimal für den Veranstalter; aber intensiviert sicherlich das Coaching der Teilnehmer zusätzlich. Später kommt noch das überaus kooperative Model Juliette Desens dazu.

Theorie

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind wir auch schon mitten im Thema. Frank Eckgold führt knapp und präzise in die Inhalte, den Ablauf und die Regeln des heutigen Tages ein. Dabei lassen sich die Trainer auf eigene Bildideen der Teilnehmer ein. Das hebt diesen Workshop auch an diesem Punkt deutlich von anderen Workshops positiv ab.

Praxis

Dann sind wir auch schon mitten in der Praxis. Durch die Umsetzung einiger Bildideen/-Vorschläge der Teilnehmer ergibt sich aus meiner Sicht ein gewaltiger Vorteil: Wir erleben die Schaffung der jeweiligen Szene und des Lichtsetups von Anfang an mit und die Choaches denken laut und lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Die technischen Einrichtungen mit ihren zahlreichen Studioblitzen, Lichtformern, Klemm-, Ausleger- und Stativvarianten bis zu Wind- und Nebelmaschine ist auf der Höhe der Zeit und der Fundus des Studios ist gewaltig. Von zahlreichen Hintergründen über diverse Kisten und Boxen sowie Einrichtungsgegenstände aller Art, Tücher, Kleider, Hüte, Schmuck usw. usw. über Kerzen und Kerzenständer – ein Paradies der Accessoires der Peoplefotografie. – Respekt!

Ein hilfreicher Nebeneffekt für mich ist die Größe des Studios, die mit meinem eigenen Studio vergleichbar ist. Das inspirierte mich an einigen Stellen bezüglich der Optimierung der eigenen Ausrüstung und Einrichtung. Wolfgang Fricke ist auch an dieser Stelle ein angenehmer Gesprächspartner, der zwischendurch bereitwillig Auskunft gibt und uns gerne an seinen Erfahrungen teilnehmen lässt.

Bildideen

Jede Menge eigene Bildideen und teilweise die dazu passenden Accessoires hat der ebenfalls teilnehmende Thorsten dabei. Als erstes setzen wir das Licht für einen Art Gobo-Effekt. Vor dem Hauptblitz mit speziellem Tubus – der das Licht stark richtet/bündelt – hängen bzw. spannen wir vor das Model ein „löchriges“ Tuch. Das Muster des Tuchs wird auf Model und Hintergrund abgebildet. Wie die Bilder 877, 879, 886 und 897 zeigen, gelingt das – natürlich mit Hilfe der Coaches – ganz gut. Der Effekt ist im Zusammenhang mit LowKey ganz interessant, wenn er mich persönlich auch nicht so stark anspricht. In jedem Falle ist das LightSetup sehr lehrreich und inspiriert mich schon jetzt für künftige Bildideen im heimischen Studio. Wolfgang befeuert meine Ideen noch in dem er mir Bilder mit anderen Gobos zeigt, die hier im Essener Studio kreiert wurden.

Als nächstes motiviert uns Thorsten für die Rotwein-Szene. Die gefällt mir persönlich auch sehr gut. Das Model Juliette Desens post überzeugend und es entstehen eine Menge Bilder. Zu Hause am PC beim Bearbeiten fällt mir die Auswahl nicht leicht, da ich mal wieder so fasziniert vom Posing war, das ich den Finger nicht vom Auslöser bekam. Dabei entstanden sehr gefällige schön inszenierte Aufnahmen. Eine Handvoll davon hab ich in LR entwickelt und in PS leicht bearbeitet. Diese haben den Weg auch hier ins LowKey-Album gefunden.

Nach der entspannten Mittagspause im Garten bei selbstgekochtem, schmackhaften Eintopf und Bratwurst darf ich meinen Vorschlag umsetzen. Das sehr fotogene Gesicht von Juliette hat mich zu einem Portrait im leichten Beautylicht – ohne lowkey – als closeup motiviert. Wir setzen nur ein Licht – einen Beautydish – ein. Wolfgang motiviert mich zusätzlich seinen Triple-Reflektor (Dreifach-Reflektor) unterhalb des Gesichtes einzusetzen. Die drei Reflektoren sind mit Hilfe eines Halters in jeder gewünschten Position fixierbar. Das killt fast alle Schatten unter’m Kinn. Aber das Model hat so ein gefälliges Gesicht, da hätte ich auch auf die Reflektoren verzichten können und den Nasen- und Kinnschatten durchaus gestalterisch eingesetzt. Aber ich will ja was lernen und folge artig Wolfgang, der das teil im Handumdrehen aus seinem Fundus hervor zaubert. Auch beim Portrait-Shooting fasziniert mich die fotogene Juliette und ich fülle die Speicherkarte reichlich mit Bildern. In der Nachbearbeitung gibt’s für den Reparaturpinsel nicht viel zu tun, da das hübsche Model dezent und gut geschminkt ist. Auch den Bildausschnitt hab ich endlich getraut direkt mit der Kamera zu bestimmen. Hauptsächlich mach ich in der Bearbeitung den grauen Hintergrund etwas kühler und die Haut etwas wärmer. Das gefällt mir gut. Bearbeitungsvarianten in Richtung naturally und beauty standen zu Hause außerdem auf meinem Plan.

Das nächste Setup bekommt einen farbig bedruckten Hintergrund, der eine Straßenszene mit bunten Bokeh-Licht simuliert. Davor steht das Model in dunkler Jacke und raucht. Das LightSetup nimmt die Richtung des Lichts im Hintergrund auf. Für mich habe ich die Szene leicht modifiziert und die Zigarette gegen ein Spitzentaschentuch ausgetauscht und die Szene Destiny in the night getauft. Die wandelbare Juliette post davor „trauernd und trotzt ihrem Schicksal“. Später hat der renommierte Klaus immerhin das Bild 525 in der MK mit Eine sehr schöne, gefühlvolle Aufnahme! kommentiert.

Setup candlelight folgt …

Setup bodyparts folgt …

Weiterer Text und Bilder folgen …

Auch hinter den Kulissen entsteht der eine oder andere Schnappschuss:

Behind the Scenes

Fazit

Ein intensiver und zielführender Workshop mit viel Praxis und enger Betreuung. Ein Trainer und ein Co-Trainer, die sich hervorragend ergänzen. Ein pragmatisches und überzeugendes Team! Dazu kommt ein routiniertes, erfahrenes und hübsches Model ohne jegliche Starallüren oder Zickengene. Dadurch hat alles zusammen nicht nur Spaß gemacht, sondern war auch sehr inspirierend und lehrreich – in entspannter Atmosphäre – großartig!

Selbst bei der Pause und beim Essen hebt sich der heutige Workshop vom sonst meist üblichen Fast-Food im Imbiss deutlich ab. Wir sitzen im kleinen Garten und es gibt frisch zubereitetes – selbst gekocht. Auch der Kaffee-Nachschub ist vortrefflich – Danke!

Und die Ergebnisse sind trotz des nicht ganz leichten Themas beachtlich – wunderbar! Ein echter Geheim-Tipp. Ein sehr erfahrenes selbstbewusstes Team, das weiß was es kann und dies auch vermittelt. Das Preis-/Leistungsverhältnis finde ich absolut angemessenem . Vielen Dank Euch Dreien! Ich komme bestimmt bald wieder nach Essen-Kettwig.

Beitrag ist noch in Arbeit! Weiterer Text und weitere Bilder sowie die Namen der Models folgen.

Ein Kommentar

  • Hi Gustav,

    vielen Dank für diese objektive Betrachtung unseres Workshops! Ist eine schöne Belohnung für unsere Arbeit & Engagement. Bleibt mir zu sagen, dass das, was Du bei uns erlebt hast, ein ganz „normaler” Workshop war. Wir sind einfach so 🙂

    Viele Grüße
    Frank

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